Pixel Puzzle

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    Selbstportrait


    2009
    Gouache auf Karton
    1000 Teile
    Maße: 50x70cm

    Die Herausforderung war, ein Pixelbild mit genau 25 unterschiedlichen Grauwerten zu erstellen. Die einzelnen Pixel sollten eine Größe von ungefähr 10x10mm besitzen. Meine Idee bestand darin, die eigentlich quadratischen Pixel in Form von einzelnen Puzzelteilen darzustellen.

    Die 7 Weltmeere
    Ich wählte ein geeignetes Foto und reduzierte dieses in Photoshop auf 25 Farben. Anschließend wendete ich den Mosaikeffekt-Filter darauf an, um eine erste grobe Vorstellung des Endprodukts zu bekommen. Ich merkte schnell, dass es durch die relativ großen Pixel schwer war das gesamte Portrait abzubilden. Ich wählte einen Kompromiss aus maximale Gesichtsfläche und Erkennbarkeit. Der daraus resultierende Ausschnitt wurde dann die Grundlage meines Pixelbildes. Ich ging in ein Puzzlefachgeschäft (gibt es wirklich!) und suchte nach etwas passendem. Es musste 1000 Teile besitzen und sich relativ zügig zusammensetzen lassen. Als perfekt empfand ich das Ravensburger Puzzle „Weltkarte in 1000 Teilen“, da man anhand der Länderbezeichnungen, Längen- und Breitengraden relativ gut die Puzzleteile zuordnen können müsste.

    Alles blau
    Ich setzte mich am Abend an einen großen Tisch und begann zu puzzeln. Die Kontinente waren ganz nach meiner Vorstellung innerhalb von 3-4 Stunden fertig. Ich blickte auf die übrigen Teile: alle Blau. Alles Teile der Weltmeere. Ich setzte mir aber zum Ziel, das Puzzle in der Nacht noch zu schaffen und so puzzelte ich bis in die frühe Morgenstunde. Ich wurde tatsächlich noch fertig und konnte nach ein paar Stunden Schlaf mit meinem nächsten Schritt weitermachen.

    Alles weiß
    Jetzt kam der Schritt die einzelnen Teile mit Gouachefarbe weiß zu grundieren. Ich ordnete die einzelnen Puzzleteile nach einem x-y-Koordinatensystem auf eine große Tafel der Reihe nach an, um die Teile dann am Ende wieder zuordnen zu können. Da ein einzelner Grundierungsvorgang nicht reichte, und immer noch das ursprüngliche Puzzlebild durchschien, folgten noch zwei weitere Durchgänge, bis das gesamte Puzzle strahlend weiß erschien. Erst jetzt konnte ich mich an die eigentliche Aufgabe machen. Das Anmischen von 25 verschiedenen Grautönen. Die einzelnen Nuancen zusammenzumischen war die eigentliche Schwierigkeit des Projekts. Gerade die Grautöne nahe dem Reinweiß benötigten nur einen winzigen Anteil an Schwarz.

    F-7: Grauton Nr. 14
    Nachdem alle 25 Farben in kleinen Gläschen angemischt waren, konnte es losgehen. Zügig wurden die einzelnen Puzzleteile nach einem zuvor am Computer ausgearbeiteten Schema bemalt. Das unvorhersehbare Ergebnis übertraf die Erwartungen der Erkennbarkeit noch bei Weitem. Im Vergleich mit dem zuvor experimentiertem Mosaikraster wirkt das Puzzlebild aufgrund der ineinander verzahnten Puzzleteilen noch viel feiner schattiert, die Übergänge der einzelnen Grautöne ist fließender.