Was sich in Schweden unter der Erdoberfläche verbirgt, ist interessant für Geologen, Mineraliensammler und Bauingenieure. Viele verschiedene Gesteinsarten aus Schweden haben sich international einen Namen gemacht, vor allem die vielen schön gezeichneten Granit-Arten. Schon früh wurde er in grossem Stil aus Schweden nach Deutschland exportiert. Granit war das Vorzugsmaterial für den Strassen- und Kanalbau im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Aber auch für zahlreiche Skulpturen und Denkmäler kam schwedischer Granit zum Einsatz. So etwa für mehrere deutsche Kaiser-Wilhelm-Denkmäler oder für das im Krieg zerstörte Luther-Monument in Berlin.
Somit greifen auch Künstler gern auf die uralten Gesteinsvorkommen in Schweden zurück. Ein Steinbruch, der heute noch aktiv im Tagebau genutzt wird, liegt in Hägghult in Nord-Skåne. Hier wird der schwarze Diabas abgebaut, ein besonders feinkörniges, dichtes Gestein mit eigentümlicher Maserung.

Feiner als Granit, ist Diabas in Urzeiten aus geschmolzener Magma entstanden und gelangte durch Brüche an die Oberfläche. In ganz Schweden haben sich auf diese Weise «Diabas-Gänge» gebildet. In Hägghult ist der Diabas besonders dunkel und hat der Region daher auch den Namen «Schwarze Berge» gegeben. Die ebenholz-schwarze Farbe des Hägghult-Gesteins ist bei Bildhauern so begehrt, dass sich nahe des Steinbruchs gleich ein Skulpturenpark angesiedelt hat. In Kombination entsteht für Besucher eine besondere Atmosphäre: der historische Tagebau in hügeliger, grüner Natur mit moderner Kunst an ungewöhnlichen Plätzen. All das macht den Rundgang zum Erlebnis! Ein angeschlossenes Museum informiert über die Geschichte des Diabas-Abbaus, der einst Arbeit und Geld in eine abgelegene Gegend brachte. Im Gegenzug reiste Skånes Diabas in alle Welt: So wurden etwa Teile des Empire State Buildings damit verziert!
Diabas aus Hägghult
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Diabas aus Hägghult

Feiner als Granit, ist Diabas in Urzeiten aus geschmolzener Magma entstanden und gelangte durch Brüche an die Oberfläche. In ganz Schweden haben Read More
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