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OSRAM Opto SemiconductorsGmbH
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Trade fair appearance

Light+Building
2016

Als einer der führenden Hersteller von Halbleitern für Beleuchtung, Sensoren und Komponenten zur Visualisierung präsentierte sich die Firma Osram Opto Semiconductors GmbH auf der Electronica 2008 in München.
Die Analyse der Led-Technologie im Bereich der Sensorik, insbesondere die technische Fähigkeit Gegensätze zu erkennen, bildete für das Architekturbüro bachmann.kern & partner die Konzeptgrundlage für die gestalterische Umsetzung des Messestandes.

Architektonisch bedeutete dies in der Umsetzung des 180qm großen Kopfstandes Gegensatzpaare herauszuarbeiten. Eine schwarze, sechs Meter hohe Hülle umgab den Messestand und ließ somit das weiße Interieur noch heller leuchten. Ellipsenförmige Öffnungen in der Hülle gewährten von allen drei Seiten Einblicke (und natürlich auch Ausblicke) in den Stand. Sie erweckten die Assoziation an Lichtkegel, die auf eine Fläche auftreten und diese durchbrechen. Die herausströmenden Lichtstrahlen treten somit in Interaktion mit der Umgebung und rufen bei den Passanten Neugierde hervor, die sprichwörtlich „wie Motten vom Licht“ angezogen wurden.

Diese beeindruckende Fassadengestaltung führte zu einem weiteren Gegensatzpaar – sichtbar/unsichtbar. Somit entsteht eine zusätzliche Parallele zur Led-Technologie, die man im wesentlichen zwischen „visible“ und „unvisible“ unterscheidet.
Im Inneren des Standes setzte sich das Gestaltungsprinzip fort.  Hierbei haben sich bachmann.kern & partner auf die zwei Hausfarben von Osram, Orange und Weiß, konzentriert um kommunikative und informative Zonen optisch voneinander zu trennen. Orangene Kreise am Boden unterstützten hierbei den Effekt von innen und außen und definierten die Bereiche.
So wurden die Exponate innerhalb von drei Bodenkreisen themenbezogen auf weißen Säulen präsentiert und zum Hallengang hin orientiert ein weißer Infocounter platziert.

Die kommunikativen Zonen standen im Fokus der Betrachtung. Ein sechs Meter langer orangener Tresen war zentrales Element der Standfläche. Parallel vor der Rückwand angeordnet war er  optischer Anziehungspunkt und Bewirtungsbereich für den Besucher.
Umflankt wurde er von beleuchteten Nischen, in denen jeweils 12 Sitzwürfel in ein Regalsystem eingelassenen waren. Wurden die Kuben herausgenommen, entstand ein interessantes, willkürliches Lichtspiel, das den Benutzer in die Inszenierung des Messestandes mit einbezog.
Da sich die Messe auf die reine Produktpräsentation und nicht den Verkauf konzentrierte, wurde bei der Standgestaltung bewusst auf abgeschlossene Besprechungsräume verzichtet. Die Möglichkeit zum intensiven Gespräch wurde durch zwei orange umkreiste Sitzgruppen geboten. Drei weitere Sitzeinheiten luden zum verweilen ein und konnten jederzeit aus den in der Nische platzierten Sitzwürfeln ergänzt werden.

Eigens für die Präsentation von Leuchten für den Außenbereich integrierten die Architekten einen „grünen Hügel“ in den Messestand. Ein von Echtrasen umgebener Baum diente hierbei als Beleuchtungsobjekt.

Durch die Gegensatzpaare, die von Bachmannkern gestalterisch erfolgreich umgesetzt wurden, ist eine effektive Inszenierung der Marke Osram und Ihrer LED-Technologie erreicht worden.