Vom Löten und Rosten, Edelrost, frisch aus dem Drucker.
Replik für das HDG - Haus der Geschichte in Bonn
Replica for the HDG - House of History in Bonn


Mein Tagebuch:
Vom Löten und Rosten, oder
Edelrost, frisch aus dem Drucker!
My Diary: From soldering and rusting, or Patina, fresh from the printer!

Zur Vorgeschichte:
In Bremen steht das 1909 erbaute und im Krieg teilzerstörte »Deutsche Haus« mit der Inschrift: »Gedenke der Brüder, die das Schicksal unserer Trennung tragen!« Diese Mahnung des ehemaligen Bürgermeisters Wilhelm Kaisens auf dem denkmalgeschützten Haus ist seit 1955 auch nach der Wiedervereinigung erhalten geblieben. Diese Inschrift wurde im März 2011 für ein Jahr an das HDG - Haus der Geschichte in Bonn verliehen und Mitte April 2012 zurückgegeben und am 10. Mai 2012 in Bremen wieder aufgehängt.

The Background:
In Bremen stands the »German House«, built in 1909 and partially destroyed in the WW2, with the inscription: »Remember the brothers who bear the fate of our separation!«. This reminder from the former mayor Wilhelm Kaisens on the listed building has been preserved since 1955, even after reunification. This inscription was awarded in March 2011 for one year to the HDG - Haus der Geschichte in Bonn and was returned in mid-April 2012 and hung up again in Bremen on 10 May 2012.
Auftrag war, das Original, welches an das »HDG - Haus der Geschichte« in Bonn ausgeliehen war, möglichst originalgetreu in Material, Verarbeitung und Patina/Rost nachzubauen.
Wir hatten knapp einen Monat Zeit, denn der Rückgabetermin des Originals nach Bremen stand bereits an.

The order was to recreate the original, which had been lent to the House of History in Bonn, as true to the original as possible.
I had almost one month time, because the return date of the original to Bremen was already due.

Am Anfang stand das Wort.
52 Buchstaben, 17 unterschiedliche Typen plus Ausruf, Komma und zwei Punkte.
453 mm hohe und 26 mm starke Versalien, gelötet aus 0,7 mm starkem Zinkblech. Und nach 55 Jahren an der Bremer Fassade, so richtig verwittert. Es gab sogar einen Fleck von einer Tomate?
Meine umfangreichen Recherchen nach der Herkunft der Schrift blieben erfolglos. Anrufe bei alten Bremer Handwerkern, Kunsthandwerkern und Nachfragen, selbst in internationalen Typoforen schloß ich ohne eine weitere Erkenntnis ab. (Nachtrag Juli 2012 > Nach weiteren Recherchen fand ich noch die obigen Bauzeichnung im Bremer Bauamt. Sie wurde mir freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.)

In the beginning was the word.
52 letters, 17 different types plus exclamation, comma and two dots.
453 mm high and 26 mm thick capitals, soldered from 0.7 mm thick zinc sheet. And after 55 years on the Bremen facade, really weathered. There was even a stain of a "tomato.
My extensive searches for the origin of the typeface were unsuccessful. Calls to old Bremen craftsmen, artisans and inquiries, even in international type forums I concluded without further knowledge. (Addendum July 2012 > After further research I found the above building drawing in the Bremer Bauamt. It was kindly made available to me for publication.

Es bleib uns also nichts anderes übrig, als auf einem Steiger 7m hoch im Haus der Geschichte in Bonn das Original 1:1 abzufotografieren. Buchstaben für Buchstaben. Da war aber schon klar - das wird kein Auftrag wie jeder andere! Freude kam über die anstehende Arbeit auf.

So we had no choice to take a 1:1 pictures of the original on a 7m high climber in the Haus der Geschichte in Bonn. Letter by letter. But it was already clear to me - this won't be an assignment like any other! Joy arose over the work ahead.
Nicht nur das jeder Buchstabe eine andere Verwitterungsstruktur hatte, die ich ja erhalten wollte, sie waren auch alle sehr individuell. Zum Zeitpunkt der Erstellung im Jahre 1955 waren die Möglichkeiten eben nicht die digitalen von heute. Es wurde mit Pauspapier und Blechschere gearbeitet. Den Verwitterungszustand wollte ich wohl erhalten, jedoch den anstehende Wasserschnitt der Buchstaben wollte ich nicht auch noch individualisieren.

Not only did each letter have a different weathering structure, which I wanted to preserve, they were all very individual. At the time of its creation in 1955, the possibilities were simply not the digital ones of today. Tracing paper and tin snips were used. I wanted to keep the weathering condition, but I didn't want to individualize the water cut of the letters.
Der Gitterrost hält die Buchstaben wie ein Grundraster. Sie sind beidseitig gelocht und einzeln mit einfachem Bindedraht »angerödelt«. Teilweise waren die Löcher über die Jahre ausgerissen und von Hand nachgearbeitet worden. Das gab dem ganzen eine weitere lebendige Patina. Das Ausrufezeichen, die Punkte und das Komma wurden teilweise frei mit Draht fixiert. Das haben wir versucht, exakt nachzuarbeiten.

The grid holds the letters like a basic grid. They are perforated on both sides and individually »knotted« with simple binding wire. Some of the holes had been torn out over the years and reworked by hand. That gave it another living patina. The exclamation point, the dots and the comma were partly fixed freely with wire. We tried to rework it exactly.

Zurück im Atelier in Düsseldorf wurden alle Dateien in Photoshop erst mal übereinander gelegt. Die Mittellängen variieren, das wurde natürlich so übernommen, denn es macht die Lebendigkeit der Typo aus. Insbesondere am grossen N war auffällig, das es aus dem kleinen n konstruiert wurde. Es liefe sonst sicher zu breit durch den diagonalen Mittelsteg.

Back in the studio in Düsseldorf, all files were superimposed in Photoshop. The middle lengths vary, of course, because it is the liveliness of the typo. Especially at the capital N it was noticeable that it was constructed from the small n. Otherwise it would surely run too wide through the diagonal middle bridge.
Zum Abschluß der Büroarbeit die Kür in Illustrator CS6. An ein paar Schriften hab ich mich in der Vergangenheit ja schon versucht. Noch mit Fontographer 2.0 und an einem MacII… Lang her. Erst die eigene Handschrift eingescannt, dann Unterschriften berühmter Künstlersignets von ihren Bildern abgenommen und das Alphabet vervollständigt. War auf jeden Fall immer eine sehr umfassende Arbeit. Obwohl ich mit Geduld ausgestattet bin, war das aber nie so richtig meins…
Jetzt aber und hier bei dieser Arbeit habe ich den praktischen Einsatz direkt vor mit gesehen. Hat mal wieder so richtig Spaß gemacht.

At the end of the office work the freestyle in Illustrator CS6, I already tried a few fonts in the past. Still with Fontographer 2.0 and a MacII... Long time ago. First her own handwriting scanned in, then signatures of famous artist signets taken from her paintings and completed the alphabet. In any case, always a very comprehensive work. Although I am patiently equipped, this was never really mine...
But now and here at this work I have seen the practical application directly before. It was really fun again.

Ein paar feine Unstimmigkeiten hab ich drin gelassen. Das U und das N sind nur gedreht, war aber schon im Original so… Ich könnte mir auch vorstellen, die fehlenden 11 Buchstaben des Alphabetes einmal anzulegen. Wär doch mal was. Ich würde sie Bremen55 nennen… Vielleicht bekomme ich aber auch noch raus, wer sie im Original angelegt hat!

I left a few subtle inconsistencies in there. The U and N are only rotated, but were already like this in the original... I could also imagine to create the missing 11 letters of the alphabet once. It might be something. I would call it Bremen55... But maybe I will find out who put it on in the original!
Vier Buchstaben hatten noch Platz für den eigenen Firmennamen.
Alles wurde 1:1 und im Format 2.000x1.000 mm abgelegt und nur als Kontur definiert.
Anschliessend der pdf-Export und ab zum »abrasiven Wasserschnitt« zur Firma cutall nach Düsseldorf-Erkrath.

Four letters still had space for the own company name.
Everything was stored 1:1 and in the format 2.000x1.000 mm and defined only as a contour.
Then the pdf export and from there to the "abrasive water cut" to the company cutall in Duesseldorf-Erkrath.

Keine zwei Tage später hatte ich sogfältig verpackte Buchstaben im Kombi. Die Spannung stieg beim Auspacken weiter…
Die Buchstaben waren aus den Titanzinkblechen scharf und sauber ausgeschnitten. Selbst die Kanten waren von Hand noch einmal von cutall nachgeschliffen! Das nenn’ ich Service.
Das gesamte Material (Zinkbleche und Stahlmaterial) haben wir bei ProKilo in Düsseldorf geordert, welches auch schnell mit einem riesigen Laster von der Zentrale aus Köln direkt in die Werkstatt von Marcus nach Wuppertal angeliefert wurde.

Less than two days later I had carefully packed letters in the station wagon. The tension increased during unpacking...
The letters were sharp and cleanly cut out of the titanium zinc sheets. Even the edges were resanded by hand by cutall! That's what I call service.
We ordered all the material (zinc sheets and steel material) from ProKilo in Düsseldorf, which was also quickly delivered directly from the headquarters in Cologne to the Marcus workshop in Wuppertal by a huge truck.

Die Wangen, also die Tiefe der Buchstaben hatten wir uns aus 26 mm breiten und 2.000 mm langen Streifen vorschneiden lassen und so saßen wir jetzt vor einem kleinen Berg Buchstaben und vielen Metern Blechstreifen. Daraus sollten einmal 52 Buchstaben plus Zeichen werden? Wir begannen mutig, ausgestattet mit 80 Watt Lötkolben, Lötwasser, 5 Kilo Lötstangen und einem fernen Ende vor Augen…

We had the cheeks, the depth of the letters, pre-cut from 26 mm wide and 2.000 mm long strips and so we were now sitting in front of a small mountain of letters and many meters of metal strips. This should result in 52 letters plus characters? We started courageously, equipped with 80 watt soldering iron, soldering fluid, 5 kilo soldering rods and a distant end in front of our eyes...
Es zog sich gefühlsmäßig hin - doch es ging einfacher als gedacht. Ich hatte für jeden Buchstaben mehr Zeit eingeplant und so waren wir zu dritt schneller fertig. Das überraschendste aber war für mich, das ich durch meine vielen Jahren am Rechner mit Freehand, später Illustrator die »Bezierkurven & Knotenpunkten« der Lötung ganz automatisch verstand.
Umso weniger Punkte an der richtigen Stelle und umso sauberer wurden die Radien. Wir haben uns kleine Ecken vom Lötzinn abgeschnitten, die Stelle mit dem Lötwasser startklar gemacht (ohne ging gar nix) und dann ging es ohne Angst in die nächste Biegung. Das war Arbeit mit Erfolgsgarantie. Herausforderung war dann, mit möglichst wenig Schritten um einen ganzen Buchstaben zu kommen… Oder am effektivsten schwierige Ecken zu meistern!

It was emotionally dragging on - but it was easier than expected. I had planned more time for each letter, so the three of us were finished faster. But the most surprising thing for me was that during my many years at the computer with Freehand, later Illustrator, I understood the "Bezier curves & nodes" of the soldering completely automatically.
The fewer points in the right place and the cleaner the radii became. We cut off small corners of the solder, made the place ready with the soldering water (without going nothing at all) and then we went without fear into the next bend. That was work with a guarantee of success. The challenge was to get around a whole letter with as few steps as possible... Or to master most effectively difficult corners!

Ready-Made oder Art-Brut! Unser Arbeitsplatz nach drei Wochen löten.
Ready-Made or Art-Brut! Solder our workstation after three weeks.
In Gedanken waren wir natürlich auch bei den Oberflächen. Wie kommt die optimale Rostanmutung auf die Buchstaben…?

Of course, we were also thinking about the surfaces. How does the optimal rust appearance come to the letters...?
Unterdessen bauten wir den ca. 5x2 Meter großen Gitterrost auf. 21 vertikale und 16 horizontale Rundstähle. Abzulängen und zu fixieren waren 15 Meter L-Profil und 180 Meter 6 mm Rundstangen.
Das sollte einmal das Grundgerüst werden! Im Bild noch die Hilfsdiagonale zum sichern des rechten Winkels. So müssen die Pyramiden gebaut worden sein!

Meanwhile we built up the 5x2 meter grid. 21 vertical and 16 horizontal round steels. 15 meters of L-profile and 180 meters of 6 mm rods had to be cut off and fixed.
This should become the basic structure! The picture shows the auxiliary diagonal for securing the right angle. That must be how the pyramids were built!

An der rechten Seite des Objektes gibt es zwei senkrechte fette Stahlelemente von 40x10 mm Stärke. Die Funktion ist nicht klar - für die Funktionalität sind sie nicht nötig. Sicher dekorativer Natur.

On the right side of the object there are two vertical steel elements of 40x10 mm thickness. The function is not clear - it is not necessary for functionality. Decorative in nature, no doubt.
Die Gesamtkonstruktion ergab ca. 340 Kreuzungspunkte. Wir entschlossen uns, nur jede zweite zu verschweissen. Nach Vorschrift hier Meister Marcus mit Hör- und Augenschutz.
Nicht ganz konform - ohne Handschuhe. Waren sonst aber auch dabei… Den gesamten Rahmen konnten wir praktischer weise in seiner Werkstatt auf einer Hebebühne bearbeiten. Das war natürlich ein Leichtgewicht mit ca. 180 kg auf seiner Bühne, aber ungemein praktisch im Zugang an den Punkten.

The overall construction resulted in approx. 340 intersections. We decided to weld only every second one. Master Marcus here by the book with hearing and eye protection.
Not quite conform - without gloves. But we were also there... We were able to work on the whole frame in his shop on a lifting platform. Of course, this was a lightweight with approx. 180 kg on his stage, but extremely practical in access at the points.

Eine erste Legeprobe der noch unlackierten ersten Buchstaben auf dem unpräparierten Gestell. In der Mitte sichtbar der Bügel gegen das Durchbiegen durch das Eigengewicht des Stahlrasters. Sah aber alles schon mal ganz nah am Original aus. Jetzt musste es nur noch 55 Jahre »altern« - in zwei Wochen…;-)

A first lay sample of the still unpainted first letters on the unprepared frame. In the middle the bracket is visible against deflection due to the dead weight of the steel grid. But everything looked very close to the original. Now it only had to »mature« 55 years - in two weeks...;-)
Den Rahmen haben wir zunächst in dem vom Original abgenommenen Ton lackiert, (wie Pantone 425) und anschliessend noch mit Stahlwolle mattiert. Noch ohne den Patinafaktor mit selbst gezüchtetem Rost.

We first painted the frame in the tone taken from the original (like Pantone 425) and then matted it with steel wool. Still without the patina factor with home-grown rust.
Hier die fertigen Buchstaben, fein sauber geschichtet und fertig zur Grundierung und Lackierung. Die Kanten haben wir noch mit der Eisenfeile und Sandpapier nachgearbeitet, weitestgehend konnten wir aber auf ein sauberes Richten der Buchstaben verzichtet. Später müssen sie alle von Hand noch »verbogen« werden. Eben 50 Jahre Open-Air Rock’ Roll!

Here are the finished letters, neatly layered and ready for priming and painting. We reworked the edges with the iron file and sandpaper, but we could do without a clean straightening of the letters as far as possible. Later, they all have to be "bent" by hand. Just 50 years of Open-Air Rock' Roll!
Trotz aller gewünschten Patina, ohne Sauberkeit geht beim Lackieren nix. Also erst mal der Staub runter und evtl. Feuchtigkeit. Teilweise hatten wir nur ca. 4 Grad auf der nach unten offenen Wetterskala in der Werkstatt…

Despite all the desired patina, nothing works without cleanliness when painting. So first of all the dust down and possibly humidity. Sometimes we had only about 4 degrees on the downward open weather scale in the workshop...
…auch hier ein ordentlicher Arbeitsplatz mit Profi-Absaugung nach unten.
...also here a tidy workplace with professional extraction downwards.
Sicher hätten wir die Farbe auch von Hand aufbringen können. Sowohl der Betrachtungsabstand, als auch die »historische« Weiterverarbeitung hätte es verziehen. Aber auf eine saubere Grundierung und einen professionellen Farbauftrag wollten wir dann doch nicht verzichtet. Das Objekt wird wohl nie der Witterung ausgesetzt werden, aber vielleicht werden die beiden Arbeiten in 50 Jahren einmal getauscht werden müssen…

Of course we could have applied the paint by hand. Both the viewing distance and the "historical" processing would have distorted it. But we did not want to do without a clean primer and a professional paint application. The object will probably never be exposed to the weather, but perhaps the two works will have to be exchanged once in 50 years...
Einen herzlichen Dank noch einmal an Heinz. Aber, die Lackierung wurde viel zu schön…;-)
Many thanks again to Heinz. But, the paint was much too nice...;-)
Zinkgrundierung plus RAL 9001, entspricht etwa Pantone CoolGrey1. Aber davon bleibt ja nicht so viel, denn es kommt ja…

Zinc primer plus RAL 9001, corresponds to Pantone CoolGrey1, but that doesn't leave much of it, because there will be...
…der Rost! Wir haben ihn selbst gezüchtet, aber als auch als fertigen Rost-Lack gekauft. Damit motzen die Jungs ihre sogn. »Ratten« aus, das sind die auf alt getrimmten Autos mit originalem Rost! Auch im Modellbau wird damit viel experimentiert. Bei der langen Recherche der Materialien hab ich auf jeden Fall wieder viel gelernt! Ich sag nur Essig und Stahlwolle unter Luftabschluß - gibt die beste Plempe!

...the rust! We have bred it ourselves, but also bought it as a finished rust varnish. That's what the guys use to grumble at their so called "rats", those are the cars trimmed to old with original rust! A lot of experiments are also being carried out in model making. During the long research of the materials I definitely learned a lot again! I say only vinegar and steel wool under airtightness - gives the best »Plempe« (muddy)!
Hier die linke untere Ecke in einem frühen Stadium. Hier befand sich eine alte Verschraubung, die heute nicht mehr genutzt wird, aber die Öffnung sollte schön »gebraucht« aussehen. Zunächst haben wir mit einem Acrylgel ein wenig modelliert und dann den Rost entstehen lassen… Der helle Streifen am Rand des L-Profils simuliert ein wohl ehemals angeklebtes Tape, welches einmal zur Abdeckung des Originals dort angeklebt wurde. Nach der Entfernung blieb Kleber hängen. Haben wir mit einer halbtrockenen Rolle simuliert.

Here the lower left corner at an early stage. Here was an old screw connection, which is no longer used today, but the opening should look nice "used". First we modelled a little with an acrylic gel and then let the rust develop... The light strip at the edge of the L-profile simulates a tape which was glued on once to cover the original. Adhesive got stuck after removal. We simulated it with a semi-dry roll.
Die Schweißpunkte wurden natürlich auch mit Rostfarbe und reinen Rostpigmenten belegt. Nachdem wir die erste Scheu abgelegt hatten, damit umzugehen, lief es wie von selbst.

Of course, the welding spots were also coated with rust paint and pure rust pigments. After we had given up the first shyness to deal with it, it went by itself.
An den beiden seitlichen Trägern gab es im Original auffällige Aufblühungen von Rostpunkten. Hier modelliere ich gerade mit einer Craquelé-Paste nach Vorlage die Basis an der Replik bevor diese auch noch lackiert und präpariert wurden.

On the two lateral supports there were noticeable bloomings of rust spots in the original. Here I am modelling the base of the replica with a craquelé paste according to the model before they were also varnished and prepared.
Die Buchstaben waren fertig und gingen dann sortiert und nummeriert zur Weiterverarbeitung. Zunächst wollten wir die »gealterten« Oberflächen mit einer Kombination von Reisslack und aggressiven Lackzuständen anlegen. Wir haben auch mit Knochenleim, Wasserglas und den verschiedenen Kombinationen experimentiert. Dann kam uns die glorreiche Idee, die Oberflächen mit dem jeweiligen Originalbuchstaben entsprechend im DirektDruck (Plattendruck) zu simulieren. Die Dateien hatte ich ja und mit ein wenig Weiterverarbeitung konnte ich diese als Druckdateien nutzen. Der erste Test verlief vielversprechend.

The letters were ready and then went sorted and numbered for further processing. First we wanted to apply the "aged" surfaces with a combination of tear varnish and aggressive varnish conditions. We have also experimented with bone glue, water glass and the various combinations. Then we had the glorious idea of simulating the surfaces with the respective original letter in direct printing (plate printing). I had the files and with a little further processing I could use them as print files. The first test was promising.
So ausgebreitet sahen sie alle ein wenig technisch aus. Sie müssen jetzt ganz schnell altern… Aber schön sind sie schon!
So spread out they all looked a little technical. They must age very quickly now... But they are beautiful already!
An den Wangen gut sichtbar die Löcher für die Befestigung. Rund um die Löcher und insb. die Seiten müssen wir noch von Hand »altern« lassen. Hier werden wir mit Rost-Schwamm und Dispersionsfarbe noch was auftupfen. Jetzt ab zum Druck…

The holes are clearly visible on the cheeks. Around the holes and especially the sides we still have to "age" by hand. Here we will dab something else with rust sponge and dispersion paint. Now off to print...
Das erste Druckergebnis überzeugte uns. Den Effekt hatte ich mir so gewünscht. Roststellen und Abplatzungen auf der Oberfläche sahen realitätsnah aus. Und so war gewährleistet, das wir den Originalzustand wirklich simulieren konnten. Besser gehts nimmer. Jetzt noch den Rand ein wenig präparieren und dann konnten wir in der kommenden Woche in Ruhe die Buchstaben »anrödeln«!

The first printing result convinced us. That's what I wished for. Rust spots and spalling on the surface looked realistic. And so it was guaranteed that we could really simulate the original condition. It doesn't get any better than this. Now prepare the edge a little bit and then we could "twist" the letters in the following week in peace!
Hier einen Augen-Blick in die »Fälscherwerkstatt«. Druck auf der Frontseite top, aber auf den Seiten und überhaupt mussten die Buchstaben noch lebendiger werden. Die angesetzte Rostplempe hatte bereits Feinstaub abgesetzt. Den hätten wir jetzt noch trocknen können und mit Leinöl versetzen. Das ist abriebfest, glänzt aber leicht. Wollten wir nicht riskieren - wir waren ja froh, das es »used« aussah. Oder das Material direkt fett&feucht auflegen, leicht antrocknen lassen und wieder partiell abreiben oder tupfen. Das wars! Sah gut aus und wir sahen sofort, wie es wird!

Here is a view into the "counterfeiting workshop". Print on the front top, but on the sides and generally the letters had to become even more alive. The rust sterm had already produced fine dust. We could have dried it and put linseed oil on it. This is abrasion-resistant but shiny. We didn't want to risk - we were glad it looked "used". Or apply the material directly wet&greasy, let it dry slightly and rub or dab it partially again. That's it! Looked good and we immediately saw how it would be!
Jetzt sah alles nach einem entspannten Finale beim »Altern« aus. Als Rödeldraht haben wir unterschiedliche Möglichkeiten durchgespielt und uns dann für den lackierten 1mm Bindedraht entschieden. Dann wieder ein klares Plus für die Hebebühne von Marcus. Beim Über-Kopf-arbeiten wurden uns wohl die Arme schwer und der Nacken krumm, aber zu zweit ging es wirklich flott, jeder 100 Knoten.

Now everything looked like a relaxed finale to "ageing". As wires we played through different possibilities and then decided on the 1mm lacquered binding wire. Then again a clear plus for the lifting platform from Marcus. Working overhead, our arms must have got heavy and our neck bent, but with two people we were really fast, every 100 knots.
Hier die unlackierte Ansicht des Drahtes und die gealterte Flanke des Buchstabens T. Die FixPunkte der Buchstaben waren jeweils nur die horizontalen Stege des Rahmens in einem fixen Raster. Das machte das Ausrichten für uns einfach. Die genauen Positionen haben wir vom Original abgenommen. Und als Ansicht hatten wir hierzu einen hochaufgelösten Ausdruck im Format 240 x 80 cm. So konnten wir uns auch hier an das Original halten.

Here the unpainted view of the wire and the aged flank of the letter T. The fixed points of the letters were only the horizontal bars of the frame in a fixed grid. This made alignment easy for us. We have taken the exact positions from the original. And as a view we had a high-resolution printout in 240 x 80 cm format. So we were able to stick to the original.
Jeder dieser Buchstaben konnte nun seine Geschichte des Entstehens erzählen. Und jeder ist für sich schön.
Each one of these letters could now tell its story of origin. And each one is beautiful in its own right.
Und schön alt! Sicher gibt es unterschiede zum Original. Aber die Kombi des originalen Rahmenmaterials mit der Materialität der Buchstaben und des Direktdruckes mit dem individuellen Rostauftrag lässt das schon wirklich »alt« aussehen. Bin gespannt auf die Wirkung auf der Wand. Das Original war inzwischen bereits abgenommen und nach Bremen versendet worden.

And nice and old! Surely there are differences to the original. But the combination of the original frame material with the materiality of the letters and the direct printing with the individual rust application makes it look really "old". I am curious about the effect on the wall. The original had already been accepted and sent to Bremen.
Jetzt sah ich überall nur noch Rost!
Now I could only see rust everywhere!
Das gereifte T mit einer Mischung aus gezüchtetem Rost und ein wenig Knochenleim. Gab dem Ganzen nach der Trocknung auch noch ein wenig halt…

The mellowed T with a mixture of cultivated rust and a little bone glue. Gave the whole thing a little after drying...
Plötzlich hatten wir den Eindruck, das wir fertig waren. Jedes mehr wäre ein zuviel gewesen. Wir umliefen die Arbeit unserer letzten Wochen mit einem »mmmmh« und »naja«, hielten den Kopf mal drunter und mal drüber, waren unentschlossen über den plötzlichen Zustand… Unsere Starre wurde von einer Einladung zu einem leckeren Apfelpfannkuchen gelöst…

Suddenly we had the impression that we were done. Any more would have been one too many. We walked around the work of our last weeks with a "mmmmh" and "well", kept our heads under and over, were undecided about the sudden state... Our rigidity was solved by an invitation to a delicious apple pancake...
…vielleicht würden wir sonst heute noch tupfen. Ist jetzt fertig.
Am Montag, 14.05.2012 gings dann ab nach Bonn ins HDG…
...maybe we'd be dabbing today. It's ready now.
On Monday, 14. May 2012 we went to Bonn to the HDG...

Und plötzlich klarte der Himmel auf und es wurde zum ersten Mal so richtig warm in der Werkstatt und brachte schöne Schattenspiele.
And suddenly the sky cleared up and it got really warm in the workshop for the first time and brought beautiful shadow plays.
Den 7,5 to. hatten wir praktischerweise direkt in Wuppertal gemietet. Kleiner ging es nicht, wir wollten ja liegend transportieren.
We had rented the 7,5 to. directly in Wuppertal. It couldn't be smaller, we wanted to transport lying down.
Zunächst rückenschonend auf den vier Rollen (Oliver Dank) über den Hof bis zum LKW.
First back-sparing on the four rollers (thanks to Oliver) over the yard to the truck.
Den hatten wir uns mit Ladebordwand geleistet, sollte doch soweit als möglich entspannt gehen. Zunächst hatten wir vor, die Replik auf einem Anhänger zu transportieren. Die Vorstellung jedoch, mit einem 10 Meter langem und 2,5 meter breiten langem Gefährt klappernder weise durch die Baustellen um Köln zu fahren, brachte mich dann doch zum Schwitzen. Und wieder einmal 7,5 to zu fahren, war irgendwie spannender.

We had afforded it with tail lift, should go as far as possible relaxed. At first we planned to transport the replica on a trailer. But the idea of driving through the construction sites around Cologne with a 10 metre long and 2.5 metre wide long vehicle in a clattering manner made me sweat after all. And once again driving 7.5 tons was somehow more exciting.
Sauber fixiert und mit Decken abgefedert ist schon halb und gut angekommen. Links rund rechts passte aber gerade nur noch ein Schuh rein.
Neatly fixed and cushioned with blankets has already arrived half and well. On the left round right, however, only one shoe could just fit in.
Er wars!
He did it!
Gefederter Sitz, kreischendes Radio, rechte Spur, Drehzahlbegrenzer bei 90 und Elena fotografiert. Dankeschön noch mal.
Spring-mounted seat, screeching radio, right lane, speed limiter at 90 and Elena photographed. Thank you again.
Hier wollen wir rein!
This is where we want in!
Länger als gedacht und schon was spät dann vor dem Haupteingang des Haus der Geschichte in Bonn. Wr hatten uns den Besucherfreien, aber nicht arbeitsfreien Tag des HdG ausgesucht. Montags ist hier der Hauptarbeitstag, alle Präsentationen sind aktiv und laufen im Loop. Es tönen die Lieder…

Longer than expected and already in front of the main entrance of the House of History in Bonn. We had chosen the visitor-free, but not work-free day of the HdG. Monday is the main working day, all presentations are active and run in a loop. The songs sound...
Das Portal weit auf, wieder auf die Rollen und dann hinein. Aus der Erfahrung, die wir bei der Abnahme des Originals gewonnen hatten, konnten wir schöpfen.

The portal wide open, back on the reels and then inside. We were able to draw on the experience we had gained from the acceptance of the original.
Auf den Rollen ging es dann bis hier her - vorbei an der deutsch-amerikanischen Geschichte. Bis zur ersten Treppe war es nicht mehr weit. Die ständige Ausstellung im HdG ist wirklich gespickt mit sehr authentischen Installationen. Da lohnt sich für jeden interessierten mal ein Besuch. Der Eintritt ist zudem kostenlos - wo gibt's denn das noch?

Then it went on the roles up to here - past German-American history. It was not far to the first staircase. The permanent exhibition at the HdG is really full of very authentic installations. A visit is worthwhile for everyone interested. Admission is also free - where else can you get it?
Die Rollen abgemacht und wir sechs hatten es dann leicht bis zur Installationswand.
The rolls were taken off and we six just had it easy to the installation wall.
Hier wären wir dann auch nicht mehr rollend vorbeigekommen. Mahnend steht hier der T34 im Umfeld der 50er Jahre. Hier gehört dann auch unser Objekt hin. An der Wand sind die Haltepunkte zu erkennen. Die beiden oberen haben wir ebenso nachgearbeitet, denn die Originalen sind ebenso wieder in Bremen.

We wouldn't have passed here rolling. The T34 around the 1950s is a urging reminder here. This is where our object belongs. The stopping points can be seen on the wall. We have also reworked the two above, because the originals are also back in Bremen.
Jetzt war vorbei mit Reden, hier mussten wir hoch. Die Arme wurden lang gemacht. Ein paar Kratzer an der Wand gab es dann wohl, jedoch zum Glück auch noch Originalfarbe zum ausbessern. Und da die Wand auch leicht strukturiert ist, war dies nicht so tragisch.

Now we were done talking, we had to go up here. The arms were made long. There were a few scratches on the wall, but fortunately also some original paint to repair. And since the wall is also slightly structured, this was not so tragic.
Leichte »Kerningprobleme« wurden dann ebenso noch nachgebessert. Aber schon jetzt und hier war abzusehen, wie gut sich die Replik an der Wand macht.

Slight "kerning problems" were also corrected. But already now and here we could see how good the replica looks on the wall.
Marcus mit einem flotten Tanzschritt beim Aufbau des Rollgerüst. Auch das kannten wir ja schon vom Abbau und das Gefühl, auf diesem in 7 meter höhe zu stehen…

Marcus with a quick dance step while setting up the rolling scaffold. We already knew that from the dismantling and the feeling of standing on top of it at a height of 7 meters...
Jetzt werden die Fotos hochkant. Wir wollten ja auch hoch hinaus. Noch mal richtig in die Hände gespuckt und gemeinsam das gute Stück in die zwei oberen Hacken gehängt. Die unteren sind nur zur Fixierung an der Wand angebracht - also ohne statischen Charakter. Die ganze »Häuserwand« besteht aus einer verputzten Gipskarton-Ständerkonstruktion. Die beiden oberen Haltepunkte wurden mit einer Vierkantrohr ca. 80 mm auf Distanz verschraubt. Das musste jetzt passen!

Now the photos will be upright. We wanted to go high. Once again really spat into the hands and hung the good piece together in the two upper hooks. The lower ones are only attached to the wall for fixing - i.e. without a static character. The entire "house wall" consists of a plastered plasterboard stand construction. The two upper fixing points were screwed together with a square tube at a distance of approx. 80 mm. That had to fit now!
In die vorhandenen oberen Löcher im Rahmen hatten wir uns zur Sicherheit Spanngurte in 4 Ösen gesetzt. Damit wollten wir in die Konstruktion Halt bringen und diese am Rollgerüst fixieren.

In the existing upper holes in the frame we had placed tension straps in 4 eyes to be on the safe side. With this we wanted to bring a hold into the construction and fix it to the rolling scaffold tower.
Hängt, aber passt nicht. Warum? Beim Original gab es auf der rechten Seite zwei hölzerne Unterlegkeile. Damit wurde die rechte Seite leicht angehoben. Unser Außenmaß entsprach den Vorgaben, jedoch saß jetzt der gesamte Rahmen auf den unteren Haken auf und oben gab es ca. 10 mm Luft. Wir haben dann in das obere L-Profil zwei kleine Vierkanthölzer und zwei Keile eingelegt, kaum sichtbar und die Schrauben fest angezogen. Passt!

Hangs, but it doesn't fit. Why? The original had two wooden wheel chocks on the right side. This raised the right side slightly. Our external dimensions corresponded to the specifications, but now the entire frame sat on the lower hook and there was about 10 mm of air at the top. We then inserted two small square timbers and two wedges into the upper L-profile, hardly visible and tightened the screws firmly. Fits!
Dem kennenden Blick von Herrn Lierz, dem leitenden Restaurator des HdG, konnten wir seine Zufriedenheit schon jetzt anmerken. Jetzt noch die letzten leichten Korrekturen. Beim Transport und bei der Hängung ist jedoch weniger verrutscht als gedacht.

The knowing look of Mr. Lierz, the head restorer of the HdG, has already given us an indication of his satisfaction. Now the last slight corrections. During transport and hanging, however, less slippage than expected has occurred.
Auch bei uns entspannten sich jetzt wieder die Schultern. An die Höhe gewöhnte ich mich jetzt auch…
Our shoulders relaxed again. I got used to the altitude too...
Noch ein letztes Mal die zarten Versalien streicheln… Ich möchte zum Abschluß hier noch diesen wunderschönen »Blindtext«, sozusagen als Ode an unsere Arbeit, einbringen. Schlummert seit dem November 1995 auf unseren Rechnern und wird immer schön von Generation zu Generation mitmigriert… Die Urheberschaft liegt wohl bei einem ehemaligen Wettbewerb einer Agentur in HH und hat mich immer wieder erfreut!

Liebes-Lettern. Wie beiläufig, beim Umblättern der Buchseiten, habe ich Dein B berührt. Man hatte Dich mir als Type geschildert, der man in allen Bibliotheken begegnet: sehr belesen, doch eher unscheinbar, von etwas altmodelnder Art. Mir aber gefiel Deine Anmutung, kleine Antiqua. Nicht zu verschweigen Deine weiblichen Rundungen, Deine Os und Dein verlockendes V, das sich mit deutlichem Duktus durch das feine Dünndruckpapier wie in seidenen Dessous abdrückte. Mein Puls beschleunigte seine Frequenz. Wieder wollte ich Dich berühren. Und konnte kaum den Windstoß erwarten, der meine Textseite zu Dir zurückblies. Was nur sollte ich sagen, während Du mich mit Deinen ausdrucksvollen As ansahst? Vielleicht zunächst ein sachliches Gespräch über die Vorzüge der Links- oder Rechtsbündigkeit mit Dir beginnen. Ganz unauffällig konnte ich so Deine schlanken Ober- und Unterlängen studieren und den Anblick Deiner zierlichen Füßchen und Serifen genießen. Nach einer gewissen Laufweite faßte ich mir ein Herz, Dich zu einem Zwiebelfisch-Imbiß einzuladen. Wir schlürften alten Linotype-Wein aus schlanken Versalien. Und unsere Gefühle wurden tiefer, unsere Haltung kursiver. „Ach, ich wünsche mir“, hauchtest Du, „einen süßen, kleinen Schusterjungen von Dir.“ „Hoffentlich“, dachte ich, „wird es kein Hurenkind!“

Stroke the delicate capitals one last time... Finally I would like to introduce this beautiful "blind text", so to speak as an ode to our work. Sleeps on our computers since November 1995 and is always beautifully migrated from generation to generation.... The authorship probably lies with a former competition of an agency in HH and has pleased me again and again!

(not really translatable - just a joke;-)
Love-Letters. How casually, turning the pages of the book, I touched Your B. You had been described to me as the type you meet in all libraries: very well-read, but rather inconspicuous, of an old-fashioned kind. But I liked your impression, little antiqua. Not to mention your feminine curves, your o's and your tempting V, which was clearly visible through the fine thin print paper as if in silk lingerie. My pulse accelerated his frequency. Again I wanted to touch you. And could hardly wait for the blast of wind that blew my text page back to you. What could I say while you were looking at me with your expressive ace? Maybe start a businesslike conversation with you about the advantages of left- or right-alignment. I was able to study your slender ascenders and descenders inconspicuously and enjoy the sight of your dainty feet and serifs. After a certain walking distance I took a heart to invite you to an onion-fish snack. We slurped old Linotype wine from slender capitals. And our feelings got deeper, our attitude more italic. "Oh, I wish," you breathed, "a sweet little orphan of yours." "Hopefully," I thought, "it won't be a widow!"
Das R hing schon am Original schräg. Sollte ja auch wieder so sein. Also noch mal nachjustiert.
The R was already slanting on the original. It's supposed to be like that again. So readjusted again.
Noch der letzte Blick auf die Arbeit. Das bleibt unser Geheimnis, das hier jetzt das Original hängt und in Bremen die Kopie;)
One last look at work. That remains our secret, that here now the original hangs and in Bremen the copy;)
Hunger stellte sich ein. Brötchen oder die Kantine der Bundesnetzagentur? Es gab Tagliatelle und auf der Heimfahrt nach Bonn einen seeehr langen Stau auf der A59 zurück nach Wuppertal. Aber das konnte unsere Laune nicht verderben. Die Arbeit war wirklich fertig und alle zufrieden.
Schönes Gefühl.
Hier noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten. Zunächst natürlich einmal an Marcus, den ich mit meinen unbekannten Variablen nicht aus der Ruhe bringen kann. Kommt bald sicher wieder etwas Überraschendes. Dann natürlich auch an Carin, die uns immer wieder aus der Kältestarre mit Zauberbroten oder mit pfannengrossen Leckereien gerettet hat.
Danke auch an Ralf und Lutz, die ich im Vorfeld der Arbeit mit meinen Fragen gelöchert habe. Cпаcибо an Elena für die Fotos.
Und zum Schluß, aber eigentlich am Dollsten, danke N&M. Die wissen schon wofür.

Hunger arose. Bread rolls or the canteen of the Federal Network Agency? There was Tagliatelle and on the way home to Bonn a very long traffic jam on the A59 back to Wuppertal. But that couldn't spoil our mood. The work was really done and everyone was satisfied.
It feels good.
Once again a big thank you to everyone involved. First of all Marcus, of course, whom I can't disturb with my unknown variables. I'm sure something surprising will return soon. Then of course also to Carin, who saved us again and again from the torpor of cold with magic bread or with pan-sized delicacies.
Thanks also to Ralf and Lutz, who I've had a lot to answer my questions in the run-up to the work. Cпаcибо to Elena for the photos.
And finally, but actually the dolls, thank you N&M. They already know what for.

Thanks for following my work;-)
Roger
Vom Löten und Rosten, Edelrost, frisch aus dem Drucker.
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Vom Löten und Rosten, Edelrost, frisch aus dem Drucker.

The order was to recreate the original, which had been lent to the House of History in Bonn, as true to the original as possible. I had almost on Read More
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