HOLY PIGS
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    HOLY PIGS ist ein Ausstellungsprojekt aus dem Jahr 2015. Wie der Titel schon verrät, steht das Schwein, nicht im Allgemeinen, sondern in Verbun… Read More
    HOLY PIGS ist ein Ausstellungsprojekt aus dem Jahr 2015. Wie der Titel schon verrät, steht das Schwein, nicht im Allgemeinen, sondern in Verbund mit seiner Heiligkeit im Vordergrund. Das eine schließt das andere sicherlich nicht aus, soll aber durchaus Thema sein. Wiederum nicht aber jene Schweine, die man volksläufig kennt aus Abbildungen und Plastiken mit gewissem Schlitze auf dem Rücken. Aber doch, sicherlich, es geht um Phrasen, sogar Psalmen und Aphorismen. Diese zumeist doch sinnerfüllten Weisheiten untermalen die Zeichnungen und Bilder, sie ergänzen, beschränken und verdeutlichen. Sie rücken Striche zusammen, verformen Mimiken und zeichnen zu enden, manchmal sogar tot. Dieser gewisse Zustand ermöglicht aber wiederum Text und Bild auseinanderzureißen, denn es gibt keinen Zwang. Die Lebendigkeit ist zu oft auch nicht dynamischer als ein totgeglaubter Zusand. Jeder hat das Recht zu urteilen, zu verurteilen doch in Grenzen, die bekanntlich verschoben werden, durch Recht und durch Unrecht und Unordnung. Ein Schwein ist ein Tier. ein Mann ist ein Mensch und der Herr ist ein Gott und ein Herr ist der Gott. Doch ist Gott kein Mensch, der Herr ein Mensch und der Antichrist kein Gott, ein Mensch, ein Antigott. Wie üblich der Karneval beschreibt die Ausstellung eine Maskerade, des Guten, des Bösen, des Lächerlichen, des Prüfenden. Die Heiligkeit in Verbund mit dem dazugehörigen Vorzeichen, negativ mit negativ ergibt positiv, nicht aber nur aus der Sicht des Betrachters. die meisten von uns unterliegen der ständigen Prüfung, weil Stolz und Fassade so tief eingefleischt sind, dass der wahre Blick unverwehrt bleibt, es besteht immer eine Möglichkeit. Wir tun unser bestes, wir haben Angst, und wir fliegen vor uns her um un zu beobachten in jeder sekunde und dazu alle anderen mit einem Anspruch durchs Leben zu schweben: Verurteilung und Bewertung, und nun: die Maskerade der HOLY PIGS, zumindest ein Ausschnitt... FH 2015 Read Less
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Weichet von mir, alle Übeltäter; /
denn der HERR hört mein Weinen.
Der HERR hört mein Flehen; /
mein Gebet nimmt der HERR an.
 

(Ps 6,9-10)  















.    HOLY PIGS ist ein Ausstellungsprojekt aus dem Jahr 2015. Wie der Titel schon verrät, steht das Schwein, nicht im Allgemeinen, sondern in Verbund mit seiner Heiligkeit im Vordergrund. Das eine schließt das andere sicherlich nicht aus, soll aber durchaus Thema sein. Wiederum nicht aber jene Schweine, die man volksläufig kennt aus Abbildungen und Plastiken mit gewissem Schlitze auf dem Rücken. Aber doch, sicherlich, es geht um Phrasen, sogar Psalmen und Aphorismen. Diese zumeist doch sinnerfüllten Weisheiten untermalen die Zeichnungen und Bilder, sie ergänzen, beschränken und verdeutlichen. Sie rücken Striche zusammen, verformen Mimiken und zeichnen zu enden, manchmal sogar tot. Dieser gewisse Zustand ermöglicht aber wiederum Text und Bild auseinanderzureißen, denn es gibt keinen Zwang. Die Lebendigkeit ist zu oft auch nicht dynamischer als ein totgeglaubter Zusand. Jeder hat das Recht zu urteilen, zu verurteilen doch in Grenzen, die bekanntlich verschoben werden, durch Recht und durch Unrecht und Unordnung.
          Ein Schwein ist ein Tier. ein Mann ist ein Mensch und der Herr ist ein Gott und ein Herr ist der Gott. Doch ist Gott kein Mensch, der Herr ein Mensch und der Antichrist kein Gott, ein Mensch, ein Antigott. Wie üblich der Karneval beschreibt die Ausstellung eine Maskerade, des Guten, des Bösen, des Lächerlichen, des Prüfenden. Die Heiligkeit in Verbund mit dem dazugehörigen Vorzeichen, negativ mit negativ ergibt positiv, nicht aber nur aus der Sicht des Betrachters. die meisten von uns unterliegen der ständigen Prüfung, weil Stolz und Fassade so tief eingefleischt sind, dass der wahre Blick unverwehrt bleibt, es besteht immer eine Möglichkeit. Wir tun unser bestes, wir haben Angst, und wir fliegen vor uns her um un zu beobachten in jeder sekunde und dazu alle anderen mit einem Anspruch durchs Leben zu schweben: Verurteilung und Bewertung, und nun: die Maskerade der HOLY PIGS, zumindest ein Ausschnitt...
FH 2015
"Drei lachende Schweine" 
2015
Tusche auf Papier 70 x 50 cm




Detail of "Drei lachende Schweine" 


„Watz I“
„Die Forderung, geliebt zu werden, ist die Größte der Anmaßungen.“
– Friedrich Nietzsche

„Watz II“
„Das Sichere ist nicht sicher, so wie es ist, bleibt es nicht.“ 
– B.Brecht





Detail of "Watz I"





"Schweine sind wir alle, aber Ihr seid die größeren Schweine!"
2015
Tusche auf Bütten
66 x 50 cm





„Schon lange habe ich keinen Champagner mehr getrunken.“ 
– Anton Chechow
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2015, 60 x 80 cm
Tusche auf Karton



„Wir haben gesündigt samt unsern Vätern, /
wir haben unrecht getan und sind gottlos gewesen.“
(Ps 106,6)



„Willst du das Leben leicht haben, so bleibe immer bei der Herde.“
– Friedrich Nietzsche






Detail





Gott Vater steh uns bei
und lass uns nicht verderben,
mach uns aller Sünden frei
und helf uns selig sterben.
Vor dem Teufel uns bewahr,
halt uns bei festem Glauben 
und auf dich lass uns bauen,
aus Herzensgrund vertrauen,
dir uns lassen ganz und gar,
mit allen rechten Christen 
entfliehen Teufels Listen,
mit Gottes Kraft uns rüsten.
Amen, Amen, das sei wahr, 
so singen wir Halleluja.
 .
Jesus Christus steh uns bei
und lass uns nicht verderben,
mach uns aller Sünden frei
und helf uns selig sterben.
Vor dem Teufel uns bewahr,
halt uns bei festem Glauben 
und auf dich lass uns bauen,
aus Herzensgrund vertrauen,
dir uns lassen ganz und gar,
mit allen rechten Christen 
entfliehen Teufels Listen,
mit Gottes Kraft uns rüsten.
Amen, Amen, das sei wahr, 
so singen wir Halleluja. 
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Heilger Geist, der steh uns bei
und lass uns nicht verderben,
mach uns aller Sünden frei
und helf uns selig sterben.
Vor dem Teufel uns bewahr,
halt uns bei festem Glauben 
und auf dich lass uns bauen,
aus Herzensgrund vertrauen,
dir uns lassen ganz und gar,
mit allen rechten Christen 
entfliehen Teufels Listen,
mit Gottes Kraft uns rüsten.
Amen, Amen, das sei wahr, 
so singen wir Halleluja. 
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 Martin Luther (1483 - 1546)






„Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben.“
– Mark Aurel
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„Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst kleine Schweine einen langen Schatten.“
– frei nach Karl Kraus
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Thank you for watching...



All Pictures © Frank Hoppmann
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