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    Making of "Interlocking" by Robert Zanona
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„Man kann den Stein nicht anders denken oder bearbeiten als der Fluß es tut. Die spitzen Schläge, das Kratzen, das Abstufen, Skalpell, Schleifstein und Schmirgelpapier sind Werkzeuge des Flusses. 
Einen vom Fluß behauenen Stein herausholen, den Verlauf Strom aufwärts zurückverfolgen, die Stelle am Berg entdecken, wo sich der Stein ablöste, einen neuen Block herausziehen und ihn bearbeiten, bis er demjenigen gleicht, der aus dem Fluß gezogen wurde, heißt selber Fluß zu sein. (...) Fluß sein, ist wahre Steinskulptur.“ 
 
G Penone (1980), in Giuseppe Penone, Die Augen umkehren, Schriften 1968-2004, übers. V. Daniele dell‘Agli, Berlin 2006, S.114-115
Als Ausgangsobjekt diente ein Stein, mit teils spitz zulaufenden Flächen. Das Objekt wurde analysiert und und im Raum vermessen um insgesamt 76 Punkte mit x,y,z Achsen zu erhalten. Im nächsten Schritt wurden die Punkte digital verarbeitet um durch Abwicklung einzelner Flächenverbände ein skaliertes Papiermodell herzustellen. Im zweiten Schritt wurden die Flächen unterschiedlich vereinfacht  um darauf aufbauend im dritten Schritt ein Stabmodell herzustellen, in welchen nun die räumlichen Aspekte untersucht werden konnten. Fotographisch wurde eine Punktewolke erzeugt und neue Verbindungsmöglichkeiten der einzelnen Punkte überprüft. Durch das Heranziehen verschiedener Gestaltungsaspekte wie Dynamik, Innen/Außen und Zwischenraum fand das Objekt zu seiner Form, welches nun durch verschiedene Abgussreihen in eine andere räumliche Perspektive gebracht wurde. Untersucht wurden Positiv- sowie Negativabgüsse. Die Schnittflächen wurden so gesetzt, dass die Abwicklung der dreieckigen Polygonoberfläche auf die Außenflächen des umgebenden Quaders projiziert werden. So ergeben sich 22  Einzelteile die ineinandergreifend das ausgearbeitete Objekt umschließen. Durch das Herausnehmen unterschiedlicher Einzelteile, ergeben sich verschiedene räumliche Einblicke und Lichtsituationen.