NIAGARA FALLS | CANADA
'Stresstest für meine Kamera'
Im Sommer 2016 hatte ich im Rahmen einer Reise rund um den Ontario-See die Niagarafälle besucht. Ich verbrachte zwei Tage an diesen imposanten Wasserfällen, welche am westlichen Ende des Sees direkt an der amerikanisch-kanadischen Grenze liegen. Die kanadische Seite ist für einen Besuch und das Fotografieren wesentlich besser geeignet als die amerikanische Seite der Fälle. Die Einreise nach Kanada ist über die nahegelegene Rainbow-Bridge völlig unproblematisch möglich. 
Meine Anreise erfolgte von der amerikanischen Seite des Ontariosees über Fort Niagara. Dort hatte ich die Gelegenheit das nachfolgende Bild einzufangen. Im morgendlichen Dunst tauchte aus dem See die Silhouette der kanadischen Stadt Toronto auf. Zwischen dem Segelboot im Vordergrund und der Stadt liegt eine Distanz von mehr als 30 km. 
Weiter ging es stromaufwärts entlang des Niagara, vorbei an den riesigen Wasserkraftwerken, welche dafür verantwortlich sind, das Nachts mehr als die Hälfte alles Wassers des Flusses in künstliche Auffangbecken für die Stromerzeugung geleitet werden. Tagsüber wird diese Ableitung gedrosselt, damit für die Touristen genügend Wasser über die Fälle abfliesst.
Den Ankunftstag hatte ich dazu genutzt mir ein genaues Bild zu machen, von welchen Stellen ich die besten Fotos der Wasserfälle machen konnte. Erste Fotos sind entstanden.
Schnell stand jedoch fest, dass ich auf eines dieser Ausflugsschiffe musste, welche regelmässig in den großen Horshoe Fall einfahren. Von dort sollte ich die besten Fotos der Wasserfälle bekommen. Ich beobachtete, daß die Leute trotz der Plastik-Regencapes -  welche durch die Besatzung verteilt wurden - völlig durchnässt von Bord kamen. Für mich sollte das kein Problem sein aber wie mache ich meine Fotos und schütze gleichzeitig meine Kamera vor der Nässe? Weiter musste ich schauen, dass ich möglichst in der ersten Reihe am Bug des Schiffes ein Platz bekomme, damit ich eine ungehinderte Sicht hatte und fotografieren kann!
Am nächsten Tag war es dann soweit, ich hatte mich entschieden meine Sony Alpha 6000 mit einem Weitwinkelobjektiv mit an Bord zu nehmen, meine Canon 6D hatte ich im Hotel gelassen. Wenn die Cam den Ausflug nicht überleben sollte, dann bitte die Sony und nicht meine geliebte Canon 6D. Ich bekam meinen gewünschten Platz in vorderster Reihe, stand ganz vorne in der Bugspitze. Aber eines hatte ich nicht bedacht! Ich bin Brillenträger und schon weit bevor wir in den Kessel einfuhren, konnte ich durch meine Brille absolut nichts mehr sehen, das Wasser der Gischt machte es unmöglich. Ich stellte das Objektiv der Kamera auf manuellen Fokus und Unendlich ein und wischte nach jeder Aufnahme über die Frontlinse, um das Spritzwasser zu entfernen! Ich und die Kamera waren innerhalb weniger Minuten völlig durchnässt. Alle folgenden Aufnahmen sind im völligen 'Blindflug' entstanden! 
Nach knappen 30 Minuten war alles vorbei und meine Cam? Tot? Völlig durchnässt! Ich habe sie auf einer Parkbank nahe dem Schiffsanleger erst einmal vorsichtig trockengelegt und die leicht feuchte Speicherkarte entfernt. Zurück im Hotel habe ich die Kamera mit einem Fön getrocknet und erst am nächsten Tag wieder eingeschaltet. Sie hat überlebt - ich nutze sie heute noch und habe meine Wunschfotos bekommen!

Am Abend gab es dann noch eine Light-Show, die Fälle wurden mit riesigen Strahlern in verschieden Farben angeleuchtet und das ganze mit passender Musik untermalt. Für mich eine Idee zu kitschig aber die Amerikaner lieben das! Ich habe es in einigen Fotos festgehalten.
Weitere Foto-Stories zu meinen Reisen in die ganze Welt findet Ihr auf meiner Webseite. Ich freue mich über jeden Besucher, viele Kommentare und natürlich ein Like für dieses Projekt!

Euer HolgerOlivier
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Besuch der Niagarafälle im Rahmen einer Reise rund um den Ontariosee in Kanada...
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