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Raumhafen

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  • Raumhafen

    Competition: Spielbudenplatz Hamburg, Germany
    2004

    Co-workers: B. Knollmann, G. Schrader, M. Hoppermaur

  • Raumhafen Hamburg

    (Sorry, german only)

    Der Spielbudenplatz als “räumliche (Frei-)Handelszone“ für raumgreifende Veranstaltungen in einer immer höher verdichteten Stadt.

    Künstlerisches Konzept

    Innerhalb von 7 Spuren ,
    interpretieren in rhythmischer Folge, Textauszüge Lessings, die Polarität zwischen den 7 Todsünden und den 7 Tugenden, an einem Ort, den besser das Leben nicht erfinden kann.

    Dem vorgefundenen Bereich (7 Todsünden) wird als Gegenpol ein Kleid gewebt (7 Tugenden).

    w  Hoffart, Stolz (pride) - superbia
     
    w  Geiz, Habsucht  (greed) - avaritia
     
    w  Neid (envy) - invidia
     
    w  Zorn (wrath) - ira
     
    w  Unkeuschheit, Wollust (lust) - luxuria
     
    w  Unmäßigkeit, Völlerei, Freßsucht (gluttony) - gula
     
    w  Trägheit, Überdruß (sloth) - acedia

    Die Textfragmente schweben zwischen Frage, Aufforderung, Antwort und Geheimnis.

    In der freien Bewegung über den Platz stellt sich der Zufall der Wahrnehmung vor.

    Ein Platz, ein Ort,  7 Felder. 7 Tage .  
    Wörter mischen sich ein, gesellen sich dazu.

    Ein ehemals stummer Platz beginnt zu sprechen.

    Erzählt, ohne zu schreien.

    Ein Ort. 7 Felder. 1000 Gedanken

    Anhand  folgender Textbeispiele wird deutlich, daß weder  religiöse noch politische Eindeutigkeiten die Neutralität des Platzes belasten. Als bedeutender Künstler mit eindeutigem kulturellen Bezug zu Hamburg wird der Dichter Lessing stellvertretend für alle anderen,  jemals in Hamburg arbeitenden oder lebenden Dichter und Denker gewählt. Ausgewählte Schriften (u.a. Nathan der Weise) dienten der engeren Auswahl:

    möcht‘ auch doch die ganze welt uns hören.
    noch einen augenblick !
    ich will !
    übe, was du schon längst begriffen...
    nur eines erst.
    ...

    Lichtkonzept

    1.Lichtspuren

    Basierend auf dem gestalterischen Ansatz, die Platzfläche in 7 Bänder zu unterteilen, ziehen sich, in den Belag integriert, Lichtspuren unterschiedlicher Länge durch den Platz. Die Art und Weise ihrer dynamischen Verteilung unterstreicht auf der einen Seite die längsgerichtete Dynamik des Platzes, andererseits strukturiert sie den Platz in Zonierungen und Merkpunkte innerhalb des Gesamtbereiches.

    2. Lichtfelder

    An den Stellen, an denen sich die 7 Bänder verwerfen bzw. aufbäumen, wird eine leuchtende Bodenfläche sichtbar, die diese Lokationen erhellt und über die Reflektion an die Unterseite der Bänder die unmittelbare Umgebung beleuchtet. Die beiden Hauptverwerfungen (Rückwände) an den jeweiligen Kopfpunkten werden somit zu indirekt erleuchteten Raumpunkten.

    3. Projektion

    Die dem Platz zugewandten Kopfflächen können als Projektionsfläche dienen.
    Materialität

    Die 7 Bänder bestehen aus nuanciert vorgefärbten Sichtbetonplatten mit eingelassenen Textaussparungen und integrierten Leuchtmittelsystemen. Ihre Farbigkeit reagiert zurückhaltend auf die vorhandenen Farben im Umfeld. Die Fugen bestehen aus Edelstahlprofilen.

    Städtebau

    Der Spielbudenplatz behält im städtebaulichen Ensemble seine bisherige Bestimmung als frei bespielbares längliches Raumfeld.
    Die besondere Proportion des Platzes stellt im europäischen Städtebau eine baukünstlerische Besonderheit dar, die es zu erhalten gilt.

    Durch die Akzentuierung der Kopfseiten wird ein bislang zwar verbal beschreibbarer Bereich jedoch baulich nicht adäquat strukturierter Platz, zu einem eindeutig baukörperlich bestimmbaren Bereich. Der Platz wird dadurch erst wirklich zum Platz. Die bisherige unscharfe Kopfdefinition wird eliminiert.

    Dadurch wird nicht nur der Platz visuell definierbarer, sondern die jeweiligen Zonen vor den Endpunkten, also Bereich Davidswache und Operettenhaus, erhalten eine räumlich gefaßtere Eigensituation, die eine positive Differenzierung zum jeweiligen Hauptgeschehen auf dem Spielbudenplatz herstellt.

    Die Höhe der Kopfzonenbebauung ergibt sich aus wahrnehmungstechnischen Gesichtspunkten. Von jeder Stelle des Platzes soll, trotz perspektivischer Verkürzung, die “Rückwand“ und damit das Ende des Platzes zur Orientierung wahrgenommen werden, auch im besonderen Falle von temporLorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Integer sit amet tincidunt lorem. Integer a enim a neque ullamcorper eleifend. Quisque tempor dictum purus, in pretium dui ullamcorper sodales. Mauris ante lorem, hendrerit nec blandit et, congue non velit. Proin ut tortor vel enim commodo ornare eget id nisi. Nunc sit amet tellus nibh, vel interdum dolor. Quisque tincidunt, nulla ut imperdiet placerat, magna augue elementum orci, ac sollicitudin urna turpis non sem. Aliquam erat volutpat. Proin bibendum varius vestibulum. In id justo at magna posuere pharetra quis ac nulla. Suspendisse vestibulum justo at massa imperdiet laoreet. Cras euismod adipiscing neque, ac tristique nisl luctus sit amet. Nunc accumsan felis ut lectus vulputate quis blandit sapien egestas. Pellentesque justo neque, auctor quis hendrerit vitae, tempus eget magna. Sed id lobortis augue. Nam pharetra sagittis leo, id vehicula elit faucibus sit amet. Integer facilisis imperdiet dui in commodo.